Über uns

Am Anfang stand der Schornsteinbau/Geschichtlicher Rückblick

Das traditionsreiche und weit über Bremerhaven hinaus bekannte H.D. Geitmann Baugeschäft blickt auf eine 100jährige Tradition zurück.

Er kam als Schornstein- und Ziegeleibauer nach Bremerhaven und gründete an der Wesermündung eine Firma, die heute über 100 Jahre alt ist, Heinrich Dieterich Geitmann.

Der junge Mann arbeitete zunächst als Angestellter und wohnte im Schloß Morgenstern in Weddewarden. Im November 1898 machte sich Heinrich Dieterich Geitmann selbständig, denn der Schornstein- und Ziegeleibau war eine aufstrebende Branche.

Mit zunehmender Industrialisierung wuchs die Nachfrage nach großen Feueröfen und der junge Firmengründer machte sich mit seiner Arbeit einen guten Namen.

Die Kabelwerke in Nordenham, die Bleihütte in Nordenham und die Friedrich-August-Hütte bekamen Schornsteine von Geitmann. In Bremerhaven stehen noch zwei Schornsteine, die vom Firmengründer aufgemauert wurden.

Original erhalten ist der Schornstein bei den Stadtwerken in der Lloydstraße. Von 1914 bis 1918 baute Geitmann die Gasanlage für Zeppeline auf dem Nordholzer Flugplatz, außerdem die Villa Schocken in der Wurster Straße und die Schornsteine der Tecklenburg-Werft an der Geeste.

Heinrich Dieterich Geitmann verstarb viel zu früh durch einen Motorradunfall am 10. Mai 1922. Katharine Geitmann, die Witwe des Gründers, stellte einen Geschäftsführer ein, der den Betrieb führen und zugleich gegen die Inflation kämpfen mußte. Die Firma litt stark unter der Wirtschaftskrise, doch zugleich wandelte sich das Angebot vom reinen Schornstein- und Ziegeleibau zum allgemeinen Hochbau. Gegen Ende der 20er Jahre schied der Geschäftsführer aus. Der Polier Poppe führte die Geschäfte zusammen mit Katharine Geitmann weiter.

Mit Eide und Friedrich Geitmann übernahm in den 30er Jahren die zweite Generation das Ruder. Zu dieser Zeit hatte das Unternehmen bereits 40 Mitarbeiter und war über die Grenzen von Bremerhaven hinaus aktiv. In den 30er Jahren, vor dem Krieg, wurden Flakstellungen an der Weser und in Cuxhaven ein Festungsbau errichtet.
Der erste Bau nach der Währungsreform `48 war das Trafogebäude in Weddewarden. Das Baugeschäft Geitmann war außerdem beteiligt an den STÄWOG-Häusern gegenüber des Hauptbahnhofes sowie an vielen Wohnhäusern im gesamten Stadtgebiet von Bremerhaven.

Eide und Friedrich Geitmann, beide Maurermeister, führten die Geschäfte bis 1966. Am 1. Oktober 1966 stieg dann mit Edgar Geitmann-Mügge die dritte Generation in die Firmenleitung ein. Bis zum Ende des Jahres `73 blieb Friedrich Geitmann in der Firmenleitung, danach führte Diplom-Ingenieur Edgar Geitmann-Mügge das Unternehmen allein weiter.
Die 100jährige Firmengeschichte der hdgbau ist zugleich ein Abriß durch die Geschichte der verschiedenen Techniken auf dem Bau.

Am Beginn waren es ausschließlich gebrannte Ziegel, die den Schornstein oder das Haus in die Höhe trieben. Seit Ende der 50er Jahre ist es vermehrt der Beton, der als Baumaterial eine gute Alternative darstellt. Das erste Hochbau-Projekt, mit einer Selbstmischanlage für Beton, war die Berufsschule in Dorum. Mit großen Kübelkarren und vielen Mitarbeitern wurde die zähflüssige Masse verteilt.
Die Firma H.D. Geitmann besetzt das klassische Feld des Hochbaus, doch seit 1987, als die Tiefbaufirma Mügge übernommen wurde, ist Geitmann mit einer eigenen Firma auch unter der Bodengrenze tätig.

H.D. Geitmann heute:

Seit 1.1.2005 ist Dipl.-Ing. Torsten Wettwer alleiniger geschäftsführender Gesellschafter.
Die Firmenkartei zählt ca. 40 Mitarbeiter, die in der Zusammenarbeit mit Architekten, Baugesellschaften und privaten Auftraggebern auf dem Bau arbeiten.
Ein Spezialgebiet der Firma H. D. Geitmann Baugeschäft ist die Sanierung und Instandsetzung alter Kirchen. Dazu zählt z.B.unter anderem das Kirchenschiff der Geestemünder Christuskirche.

Neben dem klassischen Gebiet des Hoch- und Ingenieurbaus besitzt die Firma hdgbau zudem die Bauträgerzulassung. Die eigenverantwortliche Entwicklung und der Bau von Wohnungsbauten aller Art bilden dabei für die Firma eine Alternative, ein breitgefächertes Angebot in der Bauwirtschaft anzubieten und die Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens dauerhaft für die Zukunft zu sichern.

Bis zum heutigen Tage mußte innerhalb der Firma noch nicht ein einziger Tag Kurzarbeit gemacht werden.